ISBN 3-86585-406-0
232 S. - € 24,90
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1 Theoretischer Rahmen Der Stellenwert der Professionalität in der Kinder- und Jugendarbeit Zur Definition eines sozialpädagogisch praktikablen Gewaltbegriffs Konflikt und Gewalt als Thema der Sozialpädagogik und der Jugendarbeit Wissen und sozialpädagogisches Handeln Handlungstheoretische Zugang zur Untersuchung 2 Projektkonzeption und Ablauf Herangehensweise und Ziele Verzahnung: Fortbildung-Praxisberatung-Praxis Projektablauf Auswahl der Gruppen 3 Fortbildungseinheiten Bewältigung
von Konflikten
–
Möglichkeiten und Krisenmanagement und Deeskalationstraining Konflikt und Körpersprache Gewalt und Aggression von Jungen Supervision: Angst und Grenzen (von Uta Waldow) 4 Praxisberatung und kollegiale Beratung Erste Praxisberatung Zweite Praxisberatung Exkurs: Perspektiven der Gruppe 5 Aufarbeitung von Fällen Überlegungen zum Stellenwert der Fälle und dem Verhältnis zum Wissen der professionell Handelnde Von der Übertragbarkeit gemachter Erfahrungen auf andere Arbeitsfelder Bearbeitete Konfliktfälle
6 Evaluation Ausgangsüberlegungen Ziele der Evaluation Evaluationszugänge Methodisches Vorgehen und Ergebnisse Befragung der Mitarbeiter/innen zur Ausgangslage in den Einrichtungen Feedbackbögen – Einschätzung der Inputs in den Fortbildungen und Praxisberatungen Einsatz von Selbstevaluation Schlussevaluation 7 Ergebnisse und Empfehlungen Ergebnisse aus dem Prozessverlauf
Praxisempfehlungen zur Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung
Exkurs:
Konfrontative
Ansätze in der
schulischen und außerschulischen Jugendarbeit: drei Formen der
Gewaltprävention (von
Stefan Werner) Bestellung über E-Mail: pfv@freire.de Bitte Postanschrift angeben! ZusammenfassungErste Überlegungen zu dem Konzept für das hier vorgelegte Projekt sind im Jahr 2001 entstanden. Es basiert auf Erfahrungen aus der Lehre an der Hochschule (bspw. mit der Aufarbeitung relevanter Daten zu rechten Orientierungen von Jugendlichen in den neuen Bundesländern, aber auch deren Gewaltformen) zurückgehen. Zudem konnten wir uns auf Fälle stützen, die wir in den Praktika von Studentinnen und Studenten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit bearbeitet haben. Schließlich haben wir Fragestellungen und Probleme aus Erzählungen und Analysen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendarbeit Thüringens einbeziehen können. Und es standen uns die Untersuchungen aus den Jahren 1994-1996 zur Verfügung, die wir im Rahmen der Veröffentlichung von "Zuschlagen oder Zuhören" gemacht haben, in der die unübersehbare Bedeutung von Konflikten und Gewalt im Aufwachsensprozess von Jugendlichen aufgezeigt wurden:– Welchen sozialen und individuellen Stellenwert haben Konflikte und Gewalt als Element der Entwicklung für Jugendliche, besonders für männliche Jugendliche, und – wie können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendarbeit dazu befähigt werden, sich mit Konflikten und besonders mit Gewalt konstruktiv auseinander zusetzen? Hinter der sehr einfach klingenden Erwartung 'konstruktiv auseinander zusetzen' verbergen sich sehr unterschiedliche sozialpädagogische Bereiche und Diskurse, vielschichtige theoretische und methodische Reflexionen, differenzierte subjektive Aneignungsprozesse: – das Beschäftigen mit Methoden, die zu einer Klärung und Bearbeitung konfliktuöser Situationen beitragen können, – die professionelle Analyse (und damit das Wissen) von Konflikten und Gewalt in konkreten Situationen, – das Lösen von Konflikten in konkreten Situationen, wobei die Situationen sozialpädagogisch so 'gefasst' werden müssen, dass sich daraus ein Lernen für die Beteiligten als Prozess entwickeln kann. – Schließlich müssen diese 'externen' Handlungskonzepte in ein internes Handlungsmuster der beteiligten Professionellen 'übersetzt' werden, d.h. diese müssen dazu befähigt werden, ihre Kompetenzen in konkreten Situationen mit Kindern und Jugendlichen einzusetzen und in der Lage sein, bspw. im Sinne des sozialen Lernprozesses sich produktiv mit ihren Sperren und Ängsten auseinander zusetzen. Mit dieser Auflistung haben wir weder den komplexen Prozess unserer Untersuchung vorweggenommen, noch haben wir schon alle zu berücksichtigenden Punkte der Analyse benannt. Vielmehr skizzieren wir damit unsere Ausgangslage, mit der wir den Antrag bei XENOS gestellt haben: einige unserer Ausgangsfragen und Überlegungen, mit der wir uns auf den Weg in die Untersuchungs- und Entwicklungsarbeit gemacht haben. An dieser Stelle danken wir all den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendeinrichtungen, die mit uns kooperiert haben, den Trägern der Einrichtungen, die es möglich gemacht haben, dass die jeweiligen Mitarbeiter/innen einmal im Monat an den Fortbildungen oder den Praxisberatungen teilnehmen konnten, wie auch den Trainern/innen und der Supervisorin Frau Dr. Uta Waldow, die sich alle auf dieses Experiment eingelassen haben und die dazu beigetragen haben, dass es zu einem produktiven und weiterführenden Ansatz geworden ist. Mit dieser Veröffentlichung möchten wir die Erfahrungen und die in der Zusammenarbeit erarbeiteten Möglichkeiten der Konflikt- und Gewaltprävention weitertragen. Das aufgearbeitete Material und die daraus entstandenen Erkenntnisse unserer Untersuchung können und sollen in anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden und wir wollen durch die Veröffentlichung mit dazu beitragen, dass Konflikte und Gewalt ihren Schrecken für betroffene Kinder und Jugendliche, aber auch für die engagierten und beteiligten Professionellen verlieren. Das im Jahr 2001 aufgelegte Programm "XENOS", gefördert durch die Europäische Union und die Bundesministerien für Wirtschaft und Arbeit sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Förderung der Qualifizierungen von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, hat es ermöglicht, diesen hier vorgelegten Ansatz zur Gewaltprävention weiter zu verfolgen, zu konzipieren und den Ansatz in der Praxis zu erproben. In Zeiten, in denen die Forschungsmittel, besonders für die praxisorientierten Ansätze sozialpädagogischer Forschungs- und Entwicklungsarbeit drastisch reduziert werden, kommt dieser Förderungsmöglichkeit eine herausragende Stellung in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit für Soziale Arbeit an Fachhochschule zu, aber auch in anderen Bereichen der Konfliktbewältigung. Siehe auch:
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