Inhalt:
Mädchen und Jungen der Straße haben
Erfahrungen mit Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch
gemacht. Sie müssen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten,
leiden unter den Folgen von Kriegshandlungen, Not und Armut. Sie
wachsen in außergewöhnlichen Situationen, Lebens- und
Problemlagen in unserer Einen Welt auf. Diese Kinder und Jungendliche
stehen unter dem Einfluss einer sich globalisierenden Welt und sind mit
ihren einschneidenden Lebenserfahrungen eine besondere Herausforderung
für die pädagogische Arbeit.
In diesem Buch werden Reformen in der Pädagogik sowie die Arbeit
auf der Straße und im Wohngruppenalltag dargestellt. Ein
dialogischer und horizontaler Umgang mit Jungen und Mädchen aus
sozialpädagogischer Sicht sowie ausreichende Rahmenbedingungen
werden gefordert. Berichtet wird über die die Arbeit und die
Erfahrungen in der Wohngruppe Jardín del Edén in Ecuador:
Die Betreuerinnen und Betreuer leben mit den Kindern der Straße.
Schließlich werden die Ansätze und die Ausbildung der
ecuadorianischen Erzieherinnen dargestellt. Dieser partizipative Ansatz
und die bildhafte Darstellung der vermittelnden Pädagogik
reflektieren tagtäglich die Handlungskonzepte des Begleiters, ob
in der Schule, im Wohngruppenalltag oder auf der Straße. Die
Ansätze sind von Erziehern für Erzieher entworfen worden und
bauen auf die Ansätze von Paulo Freire bei der Arbet mit jungen
Menschen.
Zum Inhalt
VORWORT VON UWE VON DÜCKER
1 DIE KINDER IN DER „EINEN-WELT“
1.1 INTERKULTURELLE BEGEGNUNG - „EUROZENTRISMUS“
1.1.1 Geschichtlicher Exkurs: Tahuantinsuyu
1.1.2 Apartheid in Lateinamerika und bei der interkulturellen Begegnung
1.1.3 Machismo - unemphathische Umgangsformen
1.1.4 Jugend und Kulturmächte
1.2 KIND UND KINDHEIT
1.2.1 (Miß-)Achtung der Kinderrechte
1.2.2 Die Kindheit in der „alten und neuen“ Welt
1.2.3 Kindheit in Lateinamerika
1.3 DIE KINDER ECUADORS
1.3.1 Ecuador - ein residuales Volk
1.3.2 Synkretische Kulte und Ethnizität
1.3.3 Soziale Bewegungen der Ethnien - neue gesellschaftliche
Perspektiven
2 KINDER IN „(AUßER-)GEWÖHNLICHEN SITUATIONEN“
2.1 UNTERERNÄHRTE UND KRANKE KINDER
2.2 DIE WELT VON HEUTE - „REICHE UND ARME KINDER“
2.2.1 Exkurs: (De-)Kolonisation
2.2.2 Überbevölkerung
2.3 „VERKAUFTE KINDHEIT“ ODER „UNSICHTBARE KINDHEIT“?
2.3.1 Kinderleben auf dem Land
2.3.2 Kinderarbeiter in der Stadt
2.3.3 Exkurs: Die Geschichte der Kinderarbeit
2.3.4 Kinderarbeit - Definitionen, Zahlen und Widersprüche
2.3.5 Die Kinderarbeit, Ausbeutung und der deutsche Markt - Was hat
dies mit uns zu tun?
2.4 DER KRIEG UND DIE KINDER
2.4.1 Bürgerkrieg und Repression
2.4.2 „Der Koloß im Norden“ und die Guerilla im Süden
2.4.3 Kinder unter Kriegsbedingungen - Folter und Abschreckung
2.5 MIßHANDELTE KINDER
2.5.1 Cultura de maltrato
2.5.2 Folgen von Mißhandlungen
2.6 DAS PHÄNOMEN DER SOG. STRAßENKINDER WELTWEIT:
„GASSENBURSCHEN“,
„RUNAWAYS“, „GAMINES“ ODER „GUAMBRAS“
2.6.1 Straßenkinder oder Kinder der Straße?
2.6.2 Exkurs: „Streetkids“ in Deutschland
2.6.3 Ein schwieriger Vergleich?
2.7 STRAßENSOZIALISATION IN LATEINAMERIKA
2.7.1 Kinderleben in „Barrios“ oder Krieg gegen Kinder
2.7.2 Straßenbanden - „Pandillas“ und „Gallada“
2.8 „DROGENKINDER“
3 WER ENTWICKELT WEN? BEGLEITUNG UND EMANZIPATION
3.1 KINDER IN „SCHWIERIGEN LEBENSSITUATIONEN” -
„KINDER
DIE PROBLEME MACHEN UND HABEN”
3.2 DAS SCHULSYSTEM IN LATEINAMERIKA UND ECUADOR
3.3 REFORMEN IN DER PÄDAGOGIK - EDUCACIÓN POPULAR,
FREINET
UND ERLEBNISPÄDAGOGIK
3.4 „MOBILE KINDER, MOBILE ERZIEHER!“
3.4.1 „Educación en la calle“ - Straßen- und
Jugendsozialarbeit
3.4.2 Subjektorientierte Pädagogik sozialer Bewegung - autonome
Kinderbewegungen
3.4.3 Grenzen aufsuchender/mobiler und im Feld Straße
begleitender
Jugendsozialarbeit versus „erzieherischer Hilfen“
3.5 HEIMVERSORGUNG BZW. -UNTERBRINGUNG
3.6. DIE WOHNGRUPPE „FUNDACIÓN JARDÍN DEL
EDÉN“
3.6.1. Jardín del Edén - Gestern und Heute
3.6.2 Anspruch und Realität
3.6.3 Kinderalltag und Partizipationsmöglichkeiten im Garten Eden
3.6.4 Ausbildung in der Wohngruppe Edén
3.6.5 Pädagogisches Konzept - „Die Grundpfeiler der Arbeit“
3.6.6 Zusammenfassung und Zukunftsperspektiven
3.7 KRITISCHE REFLEXION UND DIE MÖGLICHKEITEN VON
PARTIZIPATION
IN WOHNGUPPEN
3.8 METHODEN UND UMSETZUNG - MEHR PARTIZIPATION, MEHR
AUTONOMIE
3.8.1 Neue Kinder, neue und alte Probleme und Konflikte
3.8.2. Zwischenschritte - innovative Modelle
3.8.3 „Ethno-bezogenes Lernen“
3.8.4 Projekte in Ecuador - „Erlebnisplätze“
3.8.5 Methode: Erlebnisfeld Werkstatt
3.8.6 Projekte und Ausdrucksformen von Mädchen und Jungen
3.8.7 Mitgestaltung und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen
3.9 EL EDUCADOR MEDIADOR - DER BEGLEITER ALS VERMITTLER
3.9.1 Eckpfeiler bei der Arbeit mit Kindern
3.9.2 Das Handeln der Kinder und die Rolle der Vermittler
3.9.3 Partizipation und Gleichberechtigung
ist eine präventive Maßnahme
3.97.4 Forderungen nach Wandel
3.9.5 Partizipation in kleinen Schritten
3.9.6 Die „rosarote Wolke“ und der „süße Gleichstand“
3.9.7 P. E. M.: Projekt der erziehenden/bildenden Vermittlung
siehe auch:
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